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- SPS Riga 2022
"Industrialisierung, Urbanisierung & Nationales Erwachen Das Baltikum & der Aufbruch in die Moderne im 19. Jh." „Mit der Französischen Revolution“ heißt es meist im Geschichtsunterricht. Aber in vielen Büchern steht auch: „In den Ostseeprovinzen Estland, Livland und Kurland hat das Mittelalter eigentlich bis 1917 gedauert.“ Wie das beides zusammenpasst? Auf dem Schwerpunktseminar Riga 2022 gehen wir dieser Frage nach und tauchen ein in das 19. Jahrhundert, in dem zur gleichen Zeit Städte wie Riga zu modernen Metropolen mit Fabriken, Straßenbahnen und Eisenbahnanschluss wuchsen, auf dem Land aber trotz der Bauernbefreiung Macht und Einfluss unverändert bei Baronen und Pastoren lagen. Oder etwa nicht? Gemeinsam mit Expert:innen verschiedener Fächer werden wir Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden und uns ein Bild von dieser spannenden Epoche machen. Wer? Student:innen aller Fachrichtungen aus Hochschulen der EU, Schüler:innen der Oberstufe ab 16 Jahren Achtung: Kurssprache Deutsch! (mind. C1) Wann? 30. Juni – 3. Juli 2022 Wo? Fonds DOTS Alberta iela 13 LV-1010 Riga Lettland Was kostet mich das? 50 € für Teilnehmer:innen aus Deutschland, 25 € für Teilnehmer:innen aus übrigen Staaten (5€ Nachlass für Mitglieder der Carl-Schirren-Gesellschaft) Was bekomme ich dafür? Neben dem Seminarprogramm organisieren wir für Dich Unterkunft und Verpflegung. Dazu erstatten wir Deine Fahrtkosten (begrenzt) und bezahlen den Eintritt bei Veranstaltungen, die zum Seminarprogramm gehören. Wo kann ich mich anmelden? Anastasija Baranovska a.baranovska.dbjw@deutsch-balten.de Mehr Infos findet ihr hier
- Wiedereinweihung der St. Petrikirche in Riga
Der Festgottesdienst zur Rückgabe der St. Petrikirche in Riga an die Deutsch Evangelische Gemeinde kann als starkes Zeichen Europäischen Zusammenhaltes angesehen werden. Im Rahmen der Festlichkeiten überreichten Thomas von Lüpke und Janis Dobkevics im Namen des Zukunftsforums DBJW die aus der Deutsch-Baltischen Konferenz Tallinn 2021 entstandenen Ideenpapiere, an den Lettischen Staatspräsidenten Egils Levits. #EuropeShallHearYou Janis berichtet von einem besonderen Tag: „Riga, 20 Juni 2022, ein Aufstieg auf den Turm der Petrikirche. Zum letzten Mal stand ich hier als Jugendlicher mit meinem Vater bei einem Ausflug nach Riga. Es hat damals einige Lat (die ehemalige Währung Lettlands) gekostet, was ich mir nicht vorstellen konnte. Es war aber wirklich einen Blick wert. Einen erhebenden Augenblick hat man auch am 21. Juni 2022 in der Petrikirche erleben können. Der hat aber nicht in einem Treppenhaus, sondern in der Kirche selbst stattgefunden. Den symbolischen Aufstieg haben wir alle neben Festlichkeit und Schwere dieser Zeiten miterlebt. Der Präsident Lettlands, Egils Levits, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Deutsche Botschafter in Riga, Christian Heldt, der Rigaer Bürgermeister Mārtiņš Staķis, der Chairman des Zukunftsforums DBJW, Thomas von Lüpke, General a.D. Dr. Klaus Wittmann, Exzellenzen, Abgeordnete, Minister, Pfarrer und Pastoren wie auch alle Gäste der Kirche, unter denen ich war, standen und sangen einig nebeneinander und feierten die Rückübertragung der Petrikirche in Riga mit einem bewegenden Gottesdienst. Zweisprachig und mit Ansprachen beider Präsidenten hat einer der schönsten Gottesdienste im lettischen Riga stattgefunden. Er hat ein Bild von Frieden und Einigkeit gezeichnet, das in der benachbarten Ukraine so sehr vermisst wird. Nach dem Gottesdienst wurden die Ideenpapiere des Deutsch-Baltischen Zukunftsforums DBJW an den Präsidenten Lettlands übergeben. Die Petrikirche wurde 1209 gebaut und war 1522 Ausgangspunkt der Reformation in Lettland und im gesamten Baltikum. Eigentümerin bis zum Zweiten Weltkrieg war die deutsche Gemeinde. Unter sowjetischer Herrschaft wurde die Kirche als Museum genutzt. Erst im März 2022 übertrug das lettische Parlament das Eigentum auf eine gemeinsame Stiftung der Lettischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der deutschen St.-Petri-Gemeinde.“
- Internationale Kulturtage Mare Balticum 2022
"Böse Balten? - Stereotype, Feindschaften, Verbrechen" Die Deutsch-Baltische Gesellschaft e.V. sucht motivierte Student*innen aus Estland, Lettland und Litauen, die an den Internationalen Kulturtagen Mare Balticum 2022 in Darmstadt teilnehmen möchten (unter Vorbehalt der Bewilligung der beantragten Förderung). Angesichts der latenten Gefährdungslage der drei baltischen Staaten durch den Krieg in der Ukraine widmet sich die Tagung der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in diesem Jahr dem Thema „Böse Balten“, um über die Folge von nationaler Voreingenommenheit, Scheinargumenten und Manipulationen zu informieren, mit denen Einflussversuche und Machtinteressen operieren. Wann? 11. November – 13. November 2022 Wo? Darmstadt, Deutschland Was kostet mich das? 20 € pro Teilnehmer:in Was bekomme ich dafür? Neben dem Programm organisieren wir Unterkunft und Verpflegung für dich. Außerdem können Fahrtkosten mit bis zu 250€ bezuschusst werden. Wo kann ich mich anmelden? Direkt hier über das Anmeldeformular: Das aktuelle Programm (unter Vorbehalt) findet ihr hier:
- DBJW bei Peaceline
Am 20. Juli hat das Landesbüro Lettland wieder mit einer Gruppe des Peaceline-Projekts des Volksbundes in Riga getroffen. Das Landesbüro und Musiker aus Rīgas Danči haben die Jugendliche in dem Līgo-Saal des Rigaer Lettischen Vereins begrüßt. Die Leiterin des Landesbüros, Rozīte Katrīna Spīča, hat die Bedeutung des Vereins für die deutsch-lettische Beziehungen Ende des 19. Jahrhunderts erklärt. Der Verein wurde von wohlhabenden Letten gegründet, die deutsche Bräuche von Deutschbalten in Lettland übernommen haben. Daraus entstanden Veranstaltungen und Komitees auf deutscher Basis, zum Beispiel ein Musik-Komitee, das ein Chor organisierte und Konzerte veranstaltete. Nach ein kurzes Kennenlernen und Spiel, um die Gruppe besser kennenzulernen (obwohl die Jugendlichen kannten sich schon ziemlich gut seit Anfang ihrer Reise), hat das Landesbüro die Arbeit des DBJW mit einer kleinen Vortrag vorgestellt. Danach hat Rīgas Danči alle mit traditioneller lettischen Musik und Tanzen unterhalten, bevor alle zum Abendessen in der Altstadt gegangen sind. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Volksbund und hoffen, dass mehr Jugendliche an diesem Projekt teilnehmen, um über eine aufregende Facette der Geschichte Europas zu lernen. Das Projekt ensteht seit 2020 und wird von der Deutschekriegsgräbefürsorge organisiert. Das Projekt bringt junge Menschen zwischen 18 und 26 aus ganz Europa zusammen, um gemeinsam Konfliktorte anzuschauen, über die Geschichte des Ersten uns Zweiten Weltkriegs zu lernen, und über die Konsequenzen verschiedener Ereignissen auf die Länder und Regionen auszutauschen.
- GBC RIGA 2022
From 27th to 30th October our Conference took place in Latvia’s National Library in Riga. After our first conference 2019 in Riga the second one was mostly online in 2020 in Vilnius, Lithuania and 2021 hybrid in Tallinn, Estonia. This time finally it was possible that the conference could be held onsite. More than 60 participants from 12 countries all over Europe came to Riga to discuss issues regarding the main topic of Sustainability. The conference program was divided in Cluster work, where young people developed future ideas which will be presented in policy papers to decision makers of the Baltic states, Germany and the European Union and also in sessions of GBYEN – German-Baltic Youth Exchange Network, which is a platform where international youth organizations can come together and discuss working together, sharing ideas and talking about future strategies. GBC Riga 2022 Clusters: “Sustainability and Consumption” “Sustainability and Digital System” “Sustainability and Nature” “Sustainability and Democracy” Also we were able to connect our GBYEN partners much more with each other and developed ideas how the platform can grow and everyone participate much more. We also discussed issues like what are the needs of organizations, e.g. getting new and more participants, getting fundings for Seminars and much more. Also, here the results were very impressive. Furthermore, we were happy to be invited at our first evening to the German Embassy in Riga by the current ambassador, his excellency Mr. Held. Also Mr. Uwe Becker, State Secretary of the Hessian Ministry for European affairs, travelled to Riga to welcome our young participants in the name of our patron, the Hessian prime minister. On Saturday also the current Latvian minister of Defense and Deputy prime minister, Mr. Artis Pabriks joined us for a keynote session together with Dr. Klaus Wittmann, who was a former General of German Bundeswehr and is still a lecturer at University of Potsdam. Please find the our policy paper’s here: Find some impressions of our participants here: https://www.linkedin.com/in/bohdanna-duma/ You can also check out our social media channels facebook and Instagram. Here you can find our representation but also you can find participant impressions under the #EuropeShallHearYou #dbjugendwerk and #GBCRiga22 If you weren’t able to join us this year: We look forward to welcoming you during our next conference in Vilnius, Lithuania in 2023! You are invited to visit us there and on our various Seminars!
- Keynote Didzis Melkis - #GBCRIGA22
During this year's German Baltic Conference Riga 2022, we've seen more than 60 participants out of 12 countries from all over Europe who came to Riga to discuss European issues concerning the umbrella topic of "Sustainability". The conference was divided into four main clusters, focusing on different aspects of sustainability: GBC Riga 2022 Clusters: “Sustainability and Consumption” “Sustainability and Digital System” “Sustainability and Nature” “Sustainability and Democracy” We are very proud that we have created a great event, where we were able to build bridges between young Europeans, who collectively contributed to creating policy papers, which are soon to be distributed. We are also very delighted that we were able to welcome special guests to #GBCRIGA22, such as Didzis Melkis, one of this year´s keynote speakers. Didzis Melkis, is a Latvian Journalist and Communication Manager of the Non-governmental and Non-profit Organization MyVoice (ManaBalss) which is based in the target field of digital democracy and public engagement, found in 2011. The organization´s aim is to develop and promote digital tools to increase the capacity of public participation in the political decision-making process. The organization is also aiming to create and strengthen the digital democracy ecosystem in Latvia as well as internationally. With great pleasure we'd like to give you the opportunity to watch and listen to Didzis Melkis´ keynote speech. The keynote on the topic "Digitally democratic? How technology is changing society and governance." can be watched here: Have a look at our policy paper’s here:
- BJSK 2022 - M(e)in Erfahrungsbericht
Mein Name ist Filips Maksjura, ich bin 17 Jahre alt und komme aus Lettland. Ich bin ein normaler Gymnasiast, der gerne Deutsch lernt. Das erste Mal habe ich vor anderthalb Jahren von den Projekten des Deutsch-Baltischen Jugendwerks gehört. Meine Deutschlehrerin hat mir davon erzählt. Als ich meine Bewerbung abschickte und angenommen wurde, war ich sehr gespannt. Als ich schließlich im September 2021 dort ankam, fand ich es mehr als toll. Dieses Jahr 2022 organisierte das DBJW gleichzeitig ein ähnliches und ein anderes Projekt. Das Thema war Konflikte und wie man sie lösen kann. Ich fand es von der Qualität her ähnlich und vom Thema her anders. Das Projekt Baltischer Jugend- und Studentenkongress 2022 fand Ende September statt. Aufgrund meiner Erfahrungen aus dem Jahr 2021 wusste ich, dass das Projekt großartig sein wird. Deshalb habe ich mich schon im August beworben und war sehr gespannt. Als ich dorthin fuhr, traf ich andere Teilnehmer aus Lettland; und zu diesem Zeitpunkt begann das Projekt, da wir bereits eines der Ziele erreicht hatten - andere Leute kennenzulernen und auf Deutsch zu sprechen. Ich fand es wirklich toll, dass alle Teilnehmer motiviert waren, auf Deutsch zu sprechen anstatt in ihrer Muttersprache. Dann hatten wir die Gelegenheit, uns eine so schöne Stadt wie Lauenburg anzuschauen. Als wir in dem Gebäude ankamen, in dem das Projekt stattfand, wurden wir willkommen geheißen und hörten uns gleich einen Vortrag über Theologie an, der von Justus Geilhufe gehalten wurde. Was ich bewunderte, war, dass es nach den Vorlesungen eine "Off-Lecture"-Zeit gab, in der sich alle kennenlernten und etwas Neues über die deutsche Kultur, insbesondere die nordische, erfuhren. Wir tanzten, spielten Spiele und Aktivitäten und tauschten ganz allgemein unsere Kultur und unser Wissen aus. Am nächsten Tag begannen wir mit einer weiteren Vorlesung, Impulse aus der Psychologie. Dann teilten wir uns in Workshops auf und ich hatte die Chance, an einem Workshop "Wie gehe ich mit Konflikten um?" teilzunehmen. Ich war fasziniert von der Teamarbeit und dem Verständnis zwischen uns allen. Jeder war an den anderen Meinungen interessiert und jeder hatte einen Einfluss auf das Endergebnis. Mir hat die Ausgewogenheit zwischen Lernen und Unterhaltung sehr gut gefallen, da wir Ausflüge nach Lüneburg gemacht haben und etwas freie Zeit hatten, um diese schöne Stadt zu sehen. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass diese 4 Tage des Projekts so schnell vergangen sind, dass ich es nicht bemerkt habe. Leider passiert das immer, wenn etwas Spannendes stattfindet. Ich habe viel Neues gelernt, mein Deutsch verbessert und viele neue Leute aus ganz Deutschland und Osteuropa kennengelernt. Ich warte wirklich darauf, dass dieses Projekt nächstes Jahr wieder stattfindet und werde es allen Leuten, die ich kenne und die Deutsch lernen, empfehlen. Vielen Dank, DBJW! Filips Maksjura
- Landesbüro Lettland im Bundestag!
Zum Volkstrauertag kam der lettische Staatspräsident Egils Levits auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Berlin. Traditionell lädt der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V." zu der zentralen Gedenkstunde in den Reichstag. In seiner Gastrede bei der zentralen Gedenkveranstaltung für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sagte er im Bundestag, die deutsche Gesellschaft habe durch die schonungslose Aufarbeitung ihrer Vergangenheit ein festes Fundament an demokratischen Werten aufgebaut: "Und die wichtigste von den Dreien, meine Damen und Herren, ist die Werteunion. Denn die Werte der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte - das sind die Grundbausteine eines demokratischen Verfassungsstaates, der sich von allen anderen historischen und gegenwärtigen Staatsordnungsmodellen unterscheidet". Levits nutzte seine Ansprache auch, um Forderungen im Umgang mit Russland zu formulieren. Teil des Festakts war unsere liebe Rozīte Katrīna Spīča, Leiterin des Landesbüros Lettland. Rozite war voller Vorfreude auf den Empfang im Deutschen Bundestag: "When I started studying Latvia-Germany intercultural relations at Latvias Kulturas akadémija / Latvian Academy of Culture and working at the Deutsch-Baltisches Jugendwerk, it never occurred to me that I could one day represent my country in front of the German government and its president". In ihrer Rede betonte sie die positive Rolle der Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung für die Förderung des demokratischen Austausches. Die Aufzeichnung der Gedenkstunde zum Volkstrauertag 2022 findet ihr unter diesem Link: https://www.zdf.de/politik/politik-sonstige/gedenkstunde-zum-vokstrauertag-2022-100.html
- SPS RIGA 2022 - M(e)in Erfahrungsbericht
Das Schwerpunktseminar in Riga war meine erste Veranstaltung des Deutsch-Baltischen Zukunftsforums, obwohl ich schon seit über einem Jahr ein Teil des Landesbüros Lettland bin. Ich war sehr gespannt auf die Inhalte und die Referenten. Vor allem interessierte mich das nationale Erwachen in Lettland und Estland und auch die Arbeit des Rigaer Lettischen Vereins. Das Seminar war aber auch eine schöne Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen, besonders aus Estland und Litauen. In den Räumlichkeiten der Stiftung Dots im „leisen“ Stadtteil von Riga, umgegeben von Jugendstil-Gebäuden haben wir den spannenden Referaten zugehört. Am Anfang war ich ehrlich gesagt ein bisschen nervös wegen der Größe der Gruppe (wir waren nur zu neunt), aber das war für unsere Diskussionen positiv, denn wir konnten inhaltlich tiefer gehen und unsere eigenen Meinungen häufiger äußern. Da alles auf deutsch war, habe ich diese Tage sehr intensiv gefunden, weil ich nicht akademisches Deutsch nicht so sehr gewöhnt bin und schon eine Weile nicht mehr studiere. Noch dazu gab es jeden Tag ein spannendes Abendprogramm. Am Freitag besuchten wir die Domus-Rigensis-Tage im Museum der Schifffahrt und Geschichte. Dort hörten wir zwei Vorträge: einen zur Pianistin Clara Schumann und den anderen über die Geschichte des Rigaer Stadttheaters. Für mich war das ein tieferer Einblick in der historischen deutsch-baltischen Gesellschaft und eine Möglichkeit das Museum der Schifffahrt und Geschichte nochmal zu besuchen. Am Samstag haben wir uns mit der Folkloregruppe „Rīgas Danči“ im Haus des Rigaer lettischen Vereins getroffen, was mich besonders gefreut hat, da ich auch traditionelle Tänze tanze. Dazu hatten sie die größte je gebaute „Kokle“ (ein traditionelles Saiteninstrument) gespielt, die ich noch nie gesehen habe. Alles in allem war das Schwerpunktseminar eine Chance, sich alle wieder zusammenzutreffen und sich über spannende Aspekte in der baltischen Geschichte zu unterhalten. Vielen Dank an die Organisationsteam für ein tolles Seminar! Daina Auziņa
- Planspiel-Projekt im Goethe-Institut Riga
Am 7. Dezember im Goethe-Institut in Riga wurde das Projekt “Die Klimaneutrale Stadt” vorgestellt. Ich als Vertreterin des Deutsch-baltischen Zukunftsforums war dabei, um die Ergebnisse der Konferenz vorzustellen. An die Diskussion haben auch Vertreter von Fridays for Future und die Klima-Organisation “Zaļā Brīvība” (Grüne Freiheit) teilgenommen. Die Diskussion hat zu interessanten Fragen der besten Praxis in der Reduzierung der Auswirkungen des Klimawandels geführt. Grüne Freiheit, zum Beispiel, macht Lobbyarbeit, um die lettische Regierung auf die Wirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen und agiert oft im Namen von Privatpersonen. Fridays for Future in Lettland hat in den letzten Jahren Klima-Schweige Aktionen im Stil von Greta Thunberg durchgeführt. Besonders in der Jugendarbeit sind sie aktiv; bei ihnen melden sich viele Schüler. Darüber hinaus hat ein Vertreter des Rigaer Stromagenturs die Pläne der Hauptstadt in Bezug auf Nachhaltigkeit vorgestellt. Natürlich haben wir uns als Jugendorganisation im Oktober auch zum Thema Klimawandel während der Konferenz zugewandt. Was mich am meisten geprägt hat, war, dass wir während der Konferenz nur vegetarisch oder vegan gegessen haben, was für mich anders war als Fleischesserin. Dazu haben wir versucht, so weit wie möglich klimafreundlich zur Konferenz zu fahren. Der Planspiel “die Klimaneutrale Stadt” ist ein Projekt vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit Schulen in Lettland. Das Projekt wurde ebenfalls in Litauen, Estland, Tschechien und Indien durchgeführt mit insgesamt 45 Schulen. Es geht um ein Rollenspiel für Schüler, die die Rollen von verschiedenen Akteuren in einer fiktiven Stadt Fonta übernehmen. Dadurch stärkt man Meinungsbildung, sowie den Umgang mit Konflikten und die Kenntnisse zum Thema Klimawandel. Daina Auziņa
- JAHRESBERICHT 2022 „Auf dem Weg zum Deutsch-Baltischen Zukunftsforum“
Auch das Jahr 2022 war pandemiebedingt auch für die Studienstiftung wieder eine große Herausforderung, die wir mit viel Energieaufwand und Teammotivation zu meistern verstanden haben. Anfang 2022 haben wir eine große Netzwerktagung mit rund 140 Teilnehmenden sowie sieben Seminare und weitere Veranstaltungen in Präsenz geplant und eingereicht. Nur die Projektleiterschulung (PLS) im Februar und das GBYEN-Netzwerktreffen haben wir digital durchgeführt. Dank der Impfmöglichkeiten konnten wir den Wirtschaftskurs (WK) in Darmstadt, das Schwerpunktseminar Riga (SPS Riga), das Paul-Schiemann-Seminar (PSS) in Odziena/Lettland im August, den Baltischen Jugend- und Studentenkongress (BJSK) in Lüneburg Ende September und sogar die Konferenz (DBK) in Riga Mitte Oktober in Präsenz realisieren. Das Schwerpunktseminar Tartu (SPS Tartu) mussten wir leider wegen nicht bewilligter Fördergelder absagen. Auch mussten wir wegen Kürzungen und späten Zusagen von Fördergeldern die Konferenz mit einer 80 statt 140 Teilnehmenden veranstalten. Bei den anderen Veranstaltungen waren coronabedingt weniger Teilnehmende präsent als geplant. Das Feedback für alle Veranstaltungen war jedoch erneut sehr positiv. Besonders erfreulich war die aus der DBK resultierende Einladung an Magnus Clauss zu einem Interview im lettischen Radio. 2022 konnten wir für unser 2021 neu gegründetes German-Baltic-Youth-Exchange-Network (GBYEN) mehr als zehn weitere Netzwerkpartner gewinnen. Es bietet allen Akteuren des Jugendaustauschs zwischen dem Baltikum und Deutschland die Möglichkeit, sich an einem zentralen Ort zu präsentieren, zu vernetzen, von den eigenen Projekten zu berichten und künftige Projekte anzukündigen. Für 2022 hat sich das GBYEN das Ziel gesetzt, eine Plattform für alle Jugendorganisationen hinsichtlich des Themas „Sustainable Communication“ zu bilden. Alle Ergebnisse sollen in einem digitalen Handbuch veröffentlicht werden. 2023 soll diese Form der Zusammenarbeit durch die Landesbüros weiter intensiviert werden. Auch sind gemeinsame Veranstaltungen in den Fokus genommen worden. Die Arbeit unserer Landesbüros war durch die Pandemie leider eingeschränkt. Dennoch haben sie den Bekanntheitsgrad des DBJW durch ihr intensives Engagement erheblich steigern können. Auch haben sie sehr gute Projekte wie den Essay-Wettbewerb „Freundschaft als Quelle der Nachhaltigkeit?“, Treffen mit GBYEN-Partnern, Übergabe der Policy Papers in den Botschaften und an Politiker, Teilnahme an der feierlichen Eröffnung des Deutschen Frühlings, Präsentationen über das DBJW vor verschiedenen Institutionen, eine Vortragsreihe „sustainable morning“, Kontaktaufnahme mit Parlamentariern in Brüssel durchgeführt. Besonders die Rede von Rozite Spiča (Leiterin Landesbüro Lettland) vor den höchsten Vertretern Lettlands und Deutschlands in der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Plenum des Bundestags (live übertragen im ZDF) hat die Öffentlichkeit auf die Arbeit der Deutschbaltischen Studienstiftung aufmerksam gemacht. Die enge Zusammenarbeit der vier Landesbüros hat – koordiniert durch Frederike Wende – wesentlich zum Erfolg der Konferenz beigetragen. Die Stiftung konnte 2022 zwei Stipendien gewähren. Hervorzuheben ist eine Gruppe aus Philistern der Fraternitas Dorpatensis zu München, die einen Großteil der Spenden hierfür aufbringt. Im Rahmen der Ausbildungsförderung aus dem Birkfonds hat die Stiftung aktuell elf Darlehensnehmer. Schirmherr des Zukunftsforum DBJW ist der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein. Die Trägerschaft der Stiftung hat Ende Juli Elisabeth Motschmann vom Verband zur Förderung Deutsch-Baltischer Arbeit übernommen. Geschäftsführerin ist unverändert Tatjana Vollers, den Beirat bilden Thomas von Lüpke, Harald Wende und Bastian Brombach. Cornelia Lyra vertritt die Studienstiftung im Kuratorium der Deutschbaltischen Kulturstiftung. Als Wissenschaftlicher Leiter steht Dr. Martin Pabst seit vielen Jahren für die wissenschaftliche Qualität unserer Veranstaltungen. Die Landesbüros leiteten Lara Löser (Estland), Rozite Katrina Spiča (Lettland) und Maximilian Wende (Deutschland). Im Leitungsteam der DBK2022 haben sich Bernd Vogenbeck und Belinda von Freymann (Koordinationsleitung), Larissa Leiminger (Leitung Cluster) und Renate Gross (Leitung GBYEN) stark engagiert. Weitere Aktive stehen mit Rat und Tat für einzelne (Teil-)Projekte bereit. Unsere Projektkoordinatorin Anastasija Baranovska hat zu allen Veranstaltungen sehr positive Rückmeldungen verzeichnet. Zahlreiche Gespräche mit Ministerien, Abgeordneten sowie den Botschaftern Estlands, Lettlands und Litauens haben 2019 unsere erste große Netzwerkkonferenz in Riga und die erfolgreiche Fortführung dieser Arbeit ermöglicht. Jetzt hat das Auswärtige Amt uns ein 3-Jahres-Projekt Deutsch-Baltische Konferenzen 2022-2024 bewilligt. Dank des Einsatzes von Alexander Graf Lambsdorff MdB und anderen Abgeordneten hat der Bundestag diesen Etat erheblich aufgestockt und auf 2025 erweitert. Auf der 2022er Konferenz haben unsere ehrenamtlichen Jugendbotschafter:innen unter Anleitung von fünf Moderator:innen/Head of Cluster (Andrea Baumgartner, Leonhard Eckhoff, Anna Lelkes, Jonas Nitschke, Andreis Purim) Vorschläge für „Europäische Antworten auf Zukunftsfragen“ finalisiert, um diese jetzt zu diskutieren. So haben wir den 2021 und 2022 entwickelten Ideen bei Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und NGOs Gehör verschafft, u.a. im Bundespräsidialamt, bei Abgeordneten in Berlin und Brüssel, Ministern, Oberbürgermeistern sowie Botschaftern in Berlin, Riga, Tallinn und Vilnius. Zuwendungen erhielten wir insbesondere vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium des Innern, der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der djo – Deutsche Jugend in Europa sowie von der DBGes im Bund und in Niedersachsen, den Baltischen Ritterschaften, der von-Wahl-Stiftung und privaten Spendern. Alexander Graf Lambsdorff MdB, Elisabeth Motschmann und Thomas von Lüpke setzen sich weiterhin dafür ein, im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik auch in der Zukunft Finanzmittel für die Landesbüros und die Deutsch-Baltische Konferenzen zu erhalten. Seit 2021 ist das Deutsche Kulturforum östliches Europa eine unserer Partnerorganisationen. Unser Wissenschaftlicher Leiter, Dr. Martin Pabst, ist dort als Wissenschaftlicher Leiter für den Arbeitsbereich Baltische Länder tätig. Das Kulturforum engagiert sich für die zukunftsorientierte Vermittlung deutscher Kultur und Geschichte des östlichen Europas und will damit einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung europäischer Identität leisten. Die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr positiv. Trotz der großen Herausforderung durch die Pandemie und Putins Angriffskrieg hat die Studienstiftung auch 2022 erfolgreich gearbeitet. Dafür danken wir vor allem unseren Förderern, Mitwirkenden und Unterstützer:innen. Auf dem Weg zur Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung sind wir ein weiteres gutes Stück vorangekommen! Der Stiftungszweck wurde erfüllt. Bremen, 15. Februar 2023 Tatjana Vollers











